Immobilienverkauf

Grundstück verkaufen – Wert ermitteln und richtig vermarkten

Ein Grundstück zu verkaufen erfordert spezielle Kenntnisse. Erfahren Sie, wie Sie den besten Preis erzielen.

Orhan Keserli
2 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • Der wichtigste Wertfaktor bei Grundstücken ist das geltende Baurecht, festgelegt im Bebauungsplan.
  • Ein voll erschlossenes Grundstück ist deutlich mehr wert als ein unerschlossenes.
  • Ein Bauvorbescheid kann den Grundstückswert steigern, da er die Baugenehmigungsfähigkeit nachweist.
  • Die Gemeinde hat in bestimmten Fällen ein Vorkaufsrecht, das vor dem Verkauf geklärt werden sollte.
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Grundstücksverkauf – die wichtigsten Grundlagen

Der Verkauf eines Grundstücks unterscheidet sich grundlegend vom Verkauf bebauter Immobilien. Der Wert eines Grundstücks wird maßgeblich durch das Baurecht, die Erschließung und die Lage bestimmt.

Was bestimmt den Grundstückswert?

Bauplanungsrecht

Der wichtigste Wertfaktor ist das geltende Baurecht:

  • Bebauungsplan (B-Plan): Legt fest, was und wie viel gebaut werden darf
  • Geschossflächenzahl (GFZ): Bestimmt die maximale Geschossfläche
  • Grundflächenzahl (GRZ): Gibt an, wie viel Fläche überbaut werden darf
  • Bauweise: Offene oder geschlossene Bauweise

Erschließungsgrad

Ein voll erschlossenes Grundstück ist deutlich mehr wert als ein unerschlossenes:

  • Straßenanbindung
  • Wasser- und Abwasseranschluss
  • Strom und Gas
  • Telekommunikation

Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert gibt einen ersten Anhaltspunkt für den Grundstückswert. Er wird von den Gutachterausschüssen der Kommunen ermittelt und regelmäßig aktualisiert.

Besondere Herausforderungen

Altlasten und Baugrundgutachten

Vor dem Verkauf sollte geklärt werden, ob Altlasten vorhanden sind. Ein Baugrundgutachten gibt Auskunft über die Bodenbeschaffenheit und eventuelle Kontaminierungen.

Baumschutz und Naturschutz

In vielen Kommunen gelten Baumschutzsatzungen, die das Fällen von Bäumen auf dem Grundstück einschränken können. Auch Naturschutzauflagen können den Wert beeinflussen.

Vorkaufsrechte

Die Gemeinde hat in bestimmten Fällen ein Vorkaufsrecht. Dies sollte vor dem Verkauf geklärt werden, um Verzögerungen zu vermeiden.

Tipps für den besten Verkaufspreis

  1. Baurecht klären: Je konkreter das Baurecht, desto attraktiver das Grundstück
  2. Vermessung durchführen: Aktuelle Vermessungsunterlagen schaffen Klarheit
  3. Baugenehmigungsfähigkeit prüfen: Ein Bauvorbescheid kann den Wert steigern
  4. Teilung prüfen: Eventuell lässt sich das Grundstück teilen und einzeln verkaufen

Fazit

Der Grundstücksverkauf erfordert spezielle Kenntnisse im Baurecht und in der Wertermittlung. Als erfahrener Makler helfen wir Ihnen, den optimalen Preis für Ihr Grundstück zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen

Der Grundstückswert wird maßgeblich durch das Baurecht (Bebauungsplan, GFZ, GRZ), den Erschließungsgrad, die Lage und den Bodenrichtwert bestimmt. Auch Altlasten, Baumschutzauflagen und die Grundstücksform spielen eine Rolle.
Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert der Kommune und dient als erster Anhaltspunkt. Der tatsächliche Wert kann je nach Erschließung, Zuschnitt, Bebaubarkeit und weiteren individuellen Faktoren deutlich abweichen.
Ein Baugrundgutachten ist empfehlenswert, da es Auskunft über die Bodenbeschaffenheit und mögliche Altlasten gibt. Es schafft Transparenz für Käufer und kann spätere Streitigkeiten vermeiden.
Ja, eine Grundstücksteilung kann den Gesamterlös steigern. Ob die Teilung möglich ist, hängt vom Bebauungsplan, der Mindestgrundstücksgröße und den Erschließungsmöglichkeiten ab. Prüfen Sie dies vorab mit einem Experten.
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Orhan Keserli
Autor
Orhan Keserli
Immobilienmakler (IHK) · homefin GmbH
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